Maklerprovision: Neues Gesetz ab Ende 2020 wirksam

Wer künftig Wohneigentum erwirbt, soll generell nur noch maximal die Hälfte der Maklercourtage übernehmen müssen. So regelt es das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“, welches am 23. Dezember 2020 in Kraft tritt. Mit der vorgelegten Neuregelung verfolgt der Gesetzgeber die Ziele,

den Umgang mit der Maklerprovision bundesweit zu vereinheitlichen und
private Immobilienkäufer bei den Erwerbsnebenkosten zu entlasten.
Demnach ist ab Ende 2020 eine Teilung der Maklergebühren zwischen Verkäufern und Käufern vorgesehen. Die Höhe der Maklercourtage bleibt auch weiterhin Verhandlungssache und wird gesetzlich nicht gedeckelt.

Verteilung der Maklerprovision im neuen Gesetz klar geregelt

Schließt ein Makler zukünftig Verträge mit dem Verkäufer und dem Käufer ab (Doppelprovision), so darf er seine Vergütung nach dem neuen Gesetz nur noch zu gleichen Teilen auf die beiden Parteien verteilen. Verkäufer und Käufer tragen somit jeweils 50 Prozent der Maklercourtage. Gut zu wissen: Vereinbart der Makler mit der Verkäuferseite eine provisionsfreie Tätigkeit, kann er vom Käufer nicht mehr wie bisher eine Vergütung beanspruchen.

Welche Verträge berücksichtigt die Neuregelung der Maklergebühren?

Die neue Provisionsregelung gilt ausschließlich für Maklertätigkeiten im Rahmen der Vermittlung von Wohnungen und Einfamilienhäusern. Für die Verteilung der Maklerkosten bei unbebauten Grundstücken oder Mehrfamilienhäusern macht das Gesetz keine Vorgaben. Um unter die Neuregelung zu fallen, müssen Sie den Kauf zudem als Privatverbraucher tätigen, da Immobilienkäufe von Unternehmen ebenfalls ausgenommen sind.

Wichtig: Ein rechtsgültiger Maklervertrag im Zuge des Verkaufs einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses bedarf künftig der Textform, zum Beispiel per E-Mail oder Fax. Durch mündliche Absprachen oder einen Handschlag kommt somit kein Vertrag mehr zustande.

Fazit: Wer profitiert von der neuen Provisionsregelung?

Die Neuregelung der Maklerprovisionen kommt Käufern von Immobilien vor allem dort zugute, wo bislang ausschließlich die Käuferseite die Kosten für den Makler zu tragen hatte. Neben Berlin, Hamburg und Bremen werden Immobilienkäufer unter anderem auch in Brandenburg, Hessen sowie in bestimmten Regionen Niedersachsens und Thüringens teils erheblich bei den Erwerbsnebenkosten entlastet.

Für Verkäufer gilt: Wer seine Immobilie noch vor dem 23.12.2020 verkauft, spart ca. 3,57 % der Maklerprovision. Prüfen Sie mit uns den Wert Ihrer Immobilie. Jetzt kostenlos, schnell und zuverlässig. Unsere Makler in Ihrer Region-> Link: https://www.sig-holstein.de/verkaufen

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